Geschichte und Gegenwart im Bistum Mainz

Die Pax Christi Bewegung im Bistum Mainz hat in den 60- iger Jahren begonnen.
Es haben sich mutiger Priester und Laien, Frauen und Männer zusammengefunden, die nach dem 2. Vatikanischen Konzil und verstärkt durch de Friedensenzyklika der Päpste Johannes XXIII. und Paul VI. Frieden und Gerechtigkeit vom Bistum Mainz nach Westen und nach Osten vor allem, nach Ungarn, nach Polen und in die DDR  Die Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils, die insbesondere im Text von Gaudium et Spes niedergelegt und verbindlich gemacht worden waren, brachten auch einen Paradigmenwechsel in grundlegenden bis dahin geltenden ethisch moralischen Glaubenssätzen unserer Kirche.
So galt die Sorge von Pax Christi im Bistum Mainz auch dem Aufbau von Beratungsdiensten und Einsatzmöglichkeiten für Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende und dem Dialog zwischen  diese und Soldaten.
 
Die Pax Christi Bewegung - auch im Bistum Mainz – fand ihre Unterstützung auch in den Empfehlungen der Pastoralsynode von Würzburg, die 1975 zum Abschluss gebracht worden ist.
In den Beschlüssen: „ Der Beitrag der Katholischen Kirche zu Entwicklung und Frieden“  und „Unsere Hoffnung“ waren gesellschaftliche Befindlichkeiten einerseits gut dargestellt und skizziert und die Antwortversuche der Kirche herausgearbeitet.
 
Nachdem zunächst nur eine kleine Gruppe von mutigen Frauen und Männern sich für die innere und äu0ßere Dynamik von Pax Christi im Bistum Mainz einsetzten,
entstanden ab dem Jahr 1975 in vielen Orten in unserem Bistum Mainz Basisgruppen, die an solchen Themen arbeiteten, die aus den regionalen Befindlichkeiten sich ergeben haben.
Das Bistum Mainz gehörte mit seinen Gebietsanteilen in Rheinland-Pfalz und in Hessen zu den Gebieten, in dem sich  viele Stationierungsorte von Bundeswehr und der US Army sich befunden haben, die das Konzept der zugesicherten Zerstörung im Rahmen der NATO Doktrin der Abschreckung mitwirkten und dadurch auch als Bedrohung und Gefahrenpunkte angesehen wurden. Politische Militärplaner aus Ost und West ließen immer wider erkennen, dass ein militärischer Schlagabtausch sich in Gebiet auch des Bistum Mainz ergeben würde.
Dass Pax Christi  mit ihrem Diözesanengagement wie durch die Basisgruppen vor Ort alles unternommen hat, um wenigstens in kirchlichen Kreisen und auch bei einigen politischen Verantwortlichen Gehör für die Radikalität der christlichen Friedens- und Hoffnungsbotschaft und für das Aufhören in Feindschaftszyklen und sauberen Mythen zugesicherter Zerstörung zu denken, war selbstverständlich.
Einen Ausdruck der Zuversicht zur Zusage des Friedens durch die christliche Botschaft hat diese in der jährlichen zentralen Feier des Weltfriedenstages im Bistum Mainz gefunden. Karl Kardinal Lehmann und Pax Christi im Bistum Mainz verständigten sich auf diesen  Weg.
Bis heute zeichnen sich Bistum Mainz und Pax Christi verantwortlich für diese Feier der Weltfriedenstage.
Ein weiterer  Ausdruck für die Unterstützung der Friedensarbeit, wie sie durch Pax Christi im Bistum Mainz geleistet wird,  ist die Gründung des Vereins zur Förderung der Friedensarbeit durch Pax Christi im Bistum Mainz im Jahre 1989 und die Besetzung mit einem Friedensarbeiter und die Unterstützung der Finanzierung durch das Bistum Mainz.
Im Jahre 1993 wurde diese Arbeitsstelle in das Bischöfliche Ordinariat übernommen.
 
Als Teil der Internationalen Bewegung von Pax Christi werden die zentralen Anliegen von Pax  mitgetragen; diese ergeben sich auch aus den Beschlüssen der Delegiertenversammlungen.
Derzeit  engagiert sich Pax Christi in folgenden Herausforderungen.

  • Frieden und Gerechtigkeit in Nahost, insbesondere zwischen Israel und seinen Nachbarn;
  • Aktion Aufschrei – Rüstungsexporte und deren Folgen
  • Friedenserziehung  in der Schule – Bundeswehr und Friedensorganisationen
  • ökumenischer Basisprozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung
  • Gerechtigkeit und Frieden in einer globalisierten Welt
  • Begegnung von Zeitzeugen/Innen mit Schülern/Innen und anderen Bevölkerungsgruppen

Pax Christi unterstützt freiwillige Friedensdienste auch von Pax Christi z.B. in Bosnien, Kroatien,
Israel, Palästinensische Autonomiegebiete
 
Im Bistum Mainz bestehen Basisgruppen in Offenbach, Worms, Darmstadt, Rüsselsheim, Ingelheim
 
Pax Christi e.V. mit Sitz in Berlin und in den Bistümern ist ein Verein mit demokratischer Legitimation auch des Diözesanvorstandes (dreijährige Amtszeit mit Widerwahlmöglichkeit).
 
Derzeit besteht der Vorstand des Vereins aus:
 
Hiltrud Barth, Marieluise Buchwald, Susanne Margraf-Epe, Pfarrer Kurt Sohns und Josef Kolbeck.
Kooptiert sind Alois Bauer und Norbert Rauschmayr
 
 
 

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