Alternativen zur Gewalt

Gewalttätiges Handeln hat viele Gesichter in unserer Gesellschaft und weltweit: eine Gruppe von Schülern verprügelt einen Mitschüler auf dem Heimweg (direkte Gewalt), ein Kind im Nordosten Brasiliens hat in der Regel bereits bei seiner Geburt geringere Lebenschancen als ein Kind, das in Deutschland geboren wird (strukturelle Gewalt), bestehende Gewaltverhältnisse werden ideologisch begründet (kulturelle Gewalt).
Wir selbst sind in unserem Leben und Arbeiten eingebunden in vielerlei Gewaltverhältnisse – als Täter wie als Opfer.

Gewalt als Ausdruck unbearbeiteter Konflikte oder als Ausdruck von ungleichgewichtigen Machtverhältnissen hat viele komplexe Ursachen. Der „Mythos der Gewalt“, letztendlich sei meist eben doch nur Gewalt eine Lösung, ist als Ausdruck unserer Ohnmacht auch in unserem Bewusstsein tief verwurzelt.

Als  pax christi-Bistumsstelle verstehen wir unsere Friedensarbeit als Suche nach Alternativen zur Gewalt. Unsere Überzeugung ist, dass Gewalt nie Konflikte nachhaltig lösen kann, sondern immer neue, meist eskalierte Gewaltverhältnisse schafft. Um aus der Spirale von Gewalt und Gegengewalt auszusteigen, bedarf es der Zivilcourage und der Kreativität. Unsere Orientierung auf diesem Weg ist unsere Deutung einer biblischen Option: aktives gewaltfreies Handeln. Darunter verstehen wir das Bemühen, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten: auf der Beziehungsebene, bei innergesellschaftlichen Konflikten wie auch im internationalen Bereich.

Unser Ziel ist es, durch unsere Friedensarbeit die Suche nach Alternativen zur Gewalt zu befördern:

•    Durch Bildungsangebote über Initiativen und Projekte der gewaltfreien Konfliktbearbeitung und durch politische Lobbyarbeit für zivile Konfliktbearbeitung (Wissen – z.B. durch die Organisation der Ausstellung „Frieden braucht Fachleute“ im Rhein-Main-Gebiet)

•    Durch Trainingsangebote in konstruktiver Konfliktbearbeitung und gewaltfreier Kommunikation (Können – z.B. durch Seminare wie das „Sommerseminar“)

•    Durch spirituelle Einübung einer inneren Haltung der Gewaltfreiheit (Sein – z.B. durch unseren pax-christi-Gottesdienst)


•    Durch die praktische Mitarbeit an einer Utopie: eine „Kultur der Gewaltfreiheit“ verändert die Welt! (Vision – z.B. durch unsere Mitarbeit an der Dekade „Gewalt überwinden“ des Ökumenischen Rats der Kirchen).

 

Christoph Diringer

Links

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Ein Überblick assoziierter Organisationen

Unsere Ziele

Spiritualität und Gewaltfreiheit

Alternativen zur Gewalt

 

 

 


Präambel

Auszug aus den Statuten