„Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Die Herrschaft wurde auf seine Schulter gelegt. Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.“ (Jesaja 9,6)

Noch erfüllt von der Weihnachtsfreude klang bei mir die letzten Tage die Lesung vom Heiligabend aus Jesaja nach. Dabei fällt mir der scheinbare Widerspruch zwischen dem kleinen, wehrlosen Kind in der Krippe und den Attributen, die ihm gegeben werden, auf: Starker Gott, Wunderbarer Ratgeber, Friedensfürst. Auf den ersten Blick scheint das nicht vereinbar zu sein: Kinder sind in unserer Welt meist die schwächsten Glieder in der Kette. Sie sind den Kriegen und Umweltkatastrophen in besonderer Weise ausgeliefert. Sie sind darauf angewiesen, dass ihre Familien und Gesellschaften ihr Wohl im Blick haben und die Kinder nicht nur mit einem Zuhause, Bildung und Essen versorgen, sondern sie auch in Liebe und Zuneigung auf ihrem Lebensweg begleiten. Viel zu häufig geht es aber in unserer Welt nur um den Profit und die Macht der Großen, während die Bedürfnisse der Kleinen, die unser aller Zukunft bedeuten, übersehen werden.

In diese Welt wird Christus geboren, als kleines Kind, unscheinbar in einem Stall. Noch ist nicht absehbar für die Menschen, wer dort in der Krippe liegt und welch große Aufgabe er einmal erfüllen wird. Für mich steckt auch das in der Weihnachtsbotschaft: Wir können Vertrauen haben und darauf hoffen, dass in jedem Kind ein kleiner Friedensfürst oder eine kleine Friedensfürstin versteckt ist, dass aus jedem Kind einmal ein Ratgeber oder eine Ratgeberin werden kann. Doch dafür ist entscheidend, wie die Kinder in unserer Welt aufwachsen und was sie mit auf den Weg bekommen.

Auch das ist für mich eine Motivation, unaufhörlich an einer friedlicheren Welt zu arbeiten, weil davon nicht nur unsere Zukunft abhängt, sondern auch die Zukunft der Kinder dieser Welt. Ich freue mich, gemeinsam mit Ihnen und Euch auf diesem Weg zu sein.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein friedvolles und gesegnetes Jahr 2018 und bin gespannt auf die vielen gemeinsamen Aktionen und Begegnungen!

Pace – Shalom – Salam

Johanna Rogge
Friedensarbeiterin im Bistum Limburg

 
 

Samstag, 20.01.18, 10 - 16 Uhr in Frankfurt
Planungstreffen "Staffellauf gegen Rüstungsexporte"

zur Vorbereitung des Begleitprogrammes zum Staffellauf.

Unter dem Motto "Frieden geht!" findet von Oberndorf über Frankfurt und Kassel nach Berlin ein Staffellauf gegen Rüstungsexporte statt (vom 21. Mai bis zum 2. Juni 2018). Entlang der Strecke möchten wir die Bevölkerung mit Kulturevents, Info-Veranstaltungen und Aktionen aufmerksam machen und für ein Engagement gegen Waffenexporte gewinnen. Am Nachmittag des 25. Mai kommt die Staffel von Mannheim her nach Frankfurt und macht am 26. Mai dann Station in Fulda. Die "Aktion Aufschrei" lädt alle Interessierten zu einem Planungstreffen ein. Dort können neben dem Programm in Frankfurt auch weitere mögliche Aktivitäten entlang der Strecke zwischen Mannheim und Fulda gemeinsam überlegt werden. Nähere Infos und Anmeldungen im Friedensbüro, Bad Homburg. Infos zum Staffellauf www.frieden-geht.de

Ort für das Planungstreffen: Zentrum Ökumene, Praunheimer Landstraße 206, Frankfurt

Samstag, 27.01.18 um 16 Uhr in Montabaur
Shoa-Gedenken zu Aloysia Löwenfels

Beim diesjährigen Shoa-Gedenken am 27.Januar 2018 wird uns Sr. Christiane Humpert (vom Orden der Armen Dienstmägde Jesu Christi in Dernbach) Aloysia Löwenfels vorstellen, eine 1915 geborene Jüdin aus Oberfranken.

Aloysia Löwenfels ließ sich im Alter von 20 Jahren taufen und wanderte bald danach nach Holland aus, wo sie in ein Kloster der Dernbacher Schwestern eintrat. Im Juli 1942, nach einem Hirtenbrief der holländischen Bischöfe gegen das Vorgehen der Deutschen gegen die Juden, wurden als Reaktion darauf 244 zum Katholizismus konvertierte Juden, die in den Niederlanden Schutz gesucht hatten, darunter auch Rosa und Edith Stein sowie Aloysia Löwenfels, von der Gestapo verhaftet und schließlich in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau de­portiert. Dort wurde sie am 9. August 1942 in der Gaskammer ermordet.

(Sr. Christiane hat sich im Auftrag ihres Ordens intensiv mit dem Leben und Glaubenszeugnis von Aloysia Löwenfels beschäftigt und bereitet als Postulatorin die Unterlagen für ein Seligsprechungsverfahren vor.)

Ort: Pauluszentrum, Ev. Gemeinde, Peterstorstraße 6 in Montabaur

Sonntag, 28.01.18, 11.30 - 14.30 Uhr in Offenbach
Zentrale Veranstaltung des Bistums Mainz zum Weltfriedenstag 2018

Unter dem Leitwort „Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden“ begeht das Bistum Mainz den schon traditionell von pax christi vorbereiteten Weltfriedenstag. Der Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Udo Bentz und eine anschließende Gesprächsrunde mit Personen, die sich beispielhaft für den Frieden einsetzen, finden diesmal in der Pfarrei St. Paul in Offenbach statt.

Der sogenannte Weltfriedenstag wird in der katholischen Kirche seit 1968 weltweit begangen. Der eigentliche Tag ist der 1. Januar, um deutlich zu machen, dass für das beginnende Jahr besonders um den Frieden gebetet und gerungen werden soll. Aus praktischen Gründen wird der Tag oft in den folgenden Wochen gefeiert.

Die Feier ist mit einer vorab veröffentlichten Friedensbotschaft des Papstes verbunden, die ein konkretes Thema näher erörtert. 2018 wirbt Papst Franziskus für einen „Blick des Vertrauens“ auf die globalen Migrationsbewegungen. Mit ihnen könne man eine friedvolle Zukunft aufbauen, schreibt er in seiner Botschaft. Von Regierenden verlangt Papst Franziskus, die Aufnahmepolitik „auf ein Höchstmaß“ auszuweiten, „soweit es das wahre Wohl ihrer Gemeinschaft zulässt“.

Die Veranstalter – die pax christi-Basisgruppe Offenbach und der pax christi-Diözesanverband Mainz in Kooperation mit der Pfarrei St. Paul sowie Weihbischof Dr. Bentz ‒ laden alle Interessierten herzlich nach Offenbach ein. Weitere Infos unter pax christi Mainz, Telefon 0 61 31-25 32 63, frieden@bistum-mainz.de

Ort: Pfarrei St. Paul, Kaiserstraße 60 in Offenbach

Sonntag, 28.01.2018 um 17.30 Uhr in Idstein
pax christi-Gottesdienst

mit Pfarrer Matthias Struth. Anschließend wie immer Einladung zum Bleiben und zu einem gemeinsamen Imbiss.

Ort: Gemeinde St. Martin, Wiesbadener Straße 21, Idstein

 
 

© pax christi Fulda, Limburg und Mainz | Dorotheenstr. 11 | 61348 Bad Homburg | Tel./Fax 06172/928679

 
 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer gemeinsamen homepage.

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