Veranstaltungsreihe 2020: "Frauen schaffen Frieden: Die Rolle von Frauen in der Zivilen Konfliktbearbeitung"

In diesem Jahr haben wir uns entschieden, die Veranstaltungsreihe zu Ziviler Konfliktbearbeitung unter das Jahresmotto „Frauen schaffen Frieden" zu stellen.

Frauen und Mädchen werden in bewaffneten Konflikten häufig gezielt Opfer sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt. Gleichzeitig zeigen zahlreiche Beispiele, wie wichtig es ist, dass Frauen an Friedensprozessen auf zivilgesellschaftlicher und politischer Ebene gleichberechtigt teilhaben. Mehrere Studien haben sogar herausgefunden, dass die Chancen, dass ein Friedensabkommen länger als 15 Jahre hält, 35 Prozent höher sind, wenn Frauen an den Verhandlungen beteiligt sind.[1]

Ein Versuch, Frauen stärker in den Fokus internationaler Friedenspolitik zu rücken, ist die UN-Resolution 1325 zu „Frauen, Frieden und Sicherheit", deren Verabschiedung sich dieses Jahr zum zwanzigsten Mal jährt. Als Projektgruppe wollen wir dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, in mehreren Veranstaltungen die Rolle von Frauen in Friedensprozessen hervorzuheben und Zivile Konfliktbearbeitung aus einer Genderperspektive zu diskutieren.

Coronabedingt findet die erste Veranstaltung der Reihe als Online-Seminar im September statt:

4. September 2020, 17-19 Uhr

Frauen in der interreligiösen Friedensbildung in Südosteuropa
Online-Seminar mit Ana Raffai von der Organisation RAND

Alle Informationen finden Sie in diesem Flyer.

Die Einwahl zum Online-Seminar funktioniert über den folgenden Link oder per Telefon (s. unten):

https://global.gotomeeting.com/join/127913053

Sie können sich auch über ein Telefon einwählen:

Deutschland: +49 721 9881 4161

- Direktwahl: tel:+4972198814161,,127913053#

Zugangscode: 127-913-053

 

Wir freuen uns über Ihr und Euer Interesse! vier


Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main

Die regelmäßig öffentlich tagende Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main wird getragen von pax christi Rhein-Main, dem Zentrum Ökumene der EKHN, dem Referat Weltmission/Gerechtigkeit und Frieden im Bistum Mainz, dem Bildungswerk Hessen der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) und der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.

Viermal im Jahr organisiert die Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main eine Veranstaltung zu einem Schwerpunktthema aus dem Bereich der Zivilen Konfliktbearbeitung und des Zivilen Friedensdienstes im In- und Ausland. Daneben soll die Projektgruppe als Austausch- und Koordinationsstelle für diesen Themenbereich in der Region dienen und Hilfestellung bei der Durchführung von Bildungs- und Informationsveranstaltungen geben.

Die Treffen der Projektgruppe sind grundsätzlich öffentlich, doch wünschen wir uns eine möglichst regelmäßige Teilnahme von Einzelpersonen und VertreterInnen von Gruppen und Organisationen, die an einer Weiterentwicklung und gesellschaftlichen Verankerung der zivilen, gewaltfreien Konfliktbearbeitung und des Zivilen Friedensdienstes interessiert sind.

Kontakt

Jana Freudenberger

Tel.: 0 61 72  92 86 79
Handy: 0177 2 80 48 78

E-Mail: friedensarbeiterin@pax-christi.de

 

 

Website der Projektgruppe:

www.gewalt-loest-keine-konflikte.de

Inhaltliche Inputs

Alle sprechen von Ziviler Konfliktbearbeitung – dem Bearbeiten von internationalen wie innergesellschaftlichen Konflikten ohne die Anwendung von Gewalt. Aber was ist das eigentlich? Welche Grundideen liegen ihr zugrunde? Welche Ansätze und Konzepte gehören zu ihr? Welche Erfahrungen wurden bereits gemacht?

Diese und ähnliche Fragen hat der Bund für Soziale Verteidigung in einem Online-Grundkurs zu Ziviler Konfliktbearbeitung aufgearbeitet. Er besteht aus elf Lektionen; acht Vertiefungslektionen werden nach und nach als weiterer Kurs veröffentlicht.

Fachgespräch „Friedensmediation - Wie kann Deutschland seine Fähigkeiten weiter ausbauen?“ des Unterausschusses Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln am Montag, 9. März 2020, unter dem Vorsitz von Ottmar von Holtz (Bündnis 90/Die Grünen).

Die Bundesregierung entwickelt einen neuen Nationalen Aktionsplan zu Frauen, Frieden und Sicherheit. Sie sollte dabei sowohl inhaltliche Erkenntnisse der Leitlinien zu Krisenprävention und Friedensförderung nutzen, als auch – wie beim Leitlinienprozess – die fachöffentliche Debatte miteinbeziehen.


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