Wolfgang Weymann ist am 5. Dezember 2025 nachmittags im Kreis seiner Familie im Hospiz St. Ferrutius in Bleidenstadt verstorben. Er war über Jahrzehnte eines unserer aktivisten pax christi-Mitglieder in der Region. Gegen Rüstungsexporte und bei den Ordensleuten für den Frieden engagierte er sich ganz besonders. Mit seinem handwerklichen Geschick und seiner künstlerischen Kreativität baute er immer wieder Attrappen und Symbole, die unseren Protesten ein einprägsames Bild gaben, und sie so öffentlich sichtbar machten. Zudem war Wolfgang ein treuer Teilnehmer der monatlichen pax christi-Gottesdienste in Idstein und Mitarbeiter beim Idsteiner Friedensbündnis.
Die Beisetzung findet am Montag, den 22. Dezember 2025 um 14.00 Uhr auf dem Waldfriedhof in Hofheim statt.
pax christi gedenkt Wolfang als einem Menschen, der sich sein ganzes Leben sehr für andere eingesetzt hat und auch für eine gerechte und solidarische Welt und von dem wir glauben, dass er sein Leben in der Hoffnung auf die Auferstehung in Gottes Hände gelegt hat.
Thomas Meinhardt (Co-Vorsitzender)
Nachgedanken von Hermann Roling
Mit Wolfgang war ich von 2007 bis 2019 in jährlichen ökumenischen Pilgerwanderungen, die kreuz quer durch Deutschland führten, unterwegs. Auch war ich mit ihm wandernd in seiner Heimat im Schwarzwald (Donaueschingen). Dort ist er nach seiner Flucht 1945 aus Berlin aufgewachsen.
Vieles, jedoch bestimmt nicht alles, habe ich auf den Wanderungen von ihm und seinem Leben erfahren.
Wolfgang war Zimmermann, Kaufmann, Sozialarbeiter und Künstler.
Er war in seiner Arbeit als Sozialarbeiter über die Maßen engagiert.
Mit den Aktionen, die er mit pax christi und der Initiative Ordensleute für den Frieden in all den Jahren mitmachte, ist er nachdrücklich für eine gerechterer Welt eingetreten. Er war dabei wie in Vielem engagiert und herausfordernd. Für manch einen war dies unbequem. Dabei war er aber trotzdem immer wieder versöhnlich dem Nächsten gegenüber.
Sein Glaube an den göttlichen Geist, der mit seinen Worten „endlich mehr auf die Erde herabregnen solle“ hat ihn durch all die Jahre getragen.
Seine Leidenschaft war das Malen, das er sich seit Mitte der 60-ziger Jahre angeeignet hat. Seine Bilder entwickelte er spontan aus der gegebenen Situation heraus. So hat er auch auf den Pilgerwanderungen immer wieder Bilder skizziert. Der Betrachter seiner Bilder sollte, so sein Wunsch, durch die eigene Sichtweise den kreativen Vorgang fortsetzen.
Der tragische Unfalltod seiner lieben Frau Marika im Jahr 2024 hat ihn sehr getroffen.
Im Hospiz in Bleidenstadt war seine letzte Frage an mich: „Bin ich schon bei Gott?“
„Ja, Wolfgang, Gott war immer mit dir. Jetzt, so mein Vertrauen, bist Du bei Gott.“
Hermann Roling

