Mit großer Betroffenheit betrauern wir den Tod unseres geschätzten Freundes und Mitglieds Dr. Andreas Löhr, der im Alter von 56 Jahren am 20. Februar 2026 gestorben ist. Andreas war schwer erkrankt, sein Tod kam dennoch für viele von uns plötzlich. Wir verlieren mit ihm einen empathischen, friedenspolitisch engagierten, tief gläubigen, geistlichen Menschen.
Seit der Gründung der Regionalgruppe pax christi Südhessen im Jahr 2020 gehörte Andreas Löhr fest zu unserem operativen Kreis. Er hat sich vielfältig inhaltlich wie auch musikalisch eingebracht. Er engagierte sich federführend bei unserer ersten Aktion "Kein Weihnachten in Moria" im Kreis Groß-Gerau. Mit Leidenschaft gestaltete er über viele Jahre inhaltlich und liturgisch die "Aktion Wanderfriedenskerze" mit.
Andreas war ein spiritueller wie bodenständiger Mensch. Er wusste, dass Frieden, Gemeinwohl und Gemeinschaft nicht von selbst entstehen, sondern seinen Einsatz forderten, den er in großer Freiheit und Freundlichkeit leistete. Und er lebte vor, dass gegenseitiges Vertrauen uns alle einem solidarischen Leben näherbringt. Er sah alle als von Gott und seiner Geistkraft getragen, ganz im Sinne von Angelo Roncalli/Johannes XXIII, dessen Name seine Kirchengemeinde in Rüsselsheim- Königstädten trägt. Dessen der Welt zugewandtes Christentum war auch seine Art, Glauben zu leben.
Als Ehrenamtlicher in der Pfarrei, in der Vertretung der katholischen Kirche im Kreis Groß-Gerau wie im Katholikenrat des Bistums Mainz war er ein Bindeglied zwischen pax christi und gemeindlichen Strukturen.
Seine Sehnsucht war es, Israel zu bereisen. Eines seiner Herzensanliegen - auch als erfahrener Arzt - war das Caritas Baby Hospital im Westjordanland.
Andreas‘ früher Tod ist in vielerlei Hinsicht ein trauriger Verlust. Einzig tröstend ist, dass wir um sein unumstößliches Gottvertrauen wissen. Mit ihm glauben wir, dass nicht Leid und Tod das letzte Wort behalten, sondern die Auferstehung und die Vollendung in Gott.
Unsere Verbundenheit und Anteilnahme gelten insbesondere seinen beiden Töchtern, die nach dem frühen Tod der Mutter nun auch ihren Vater verloren haben.
pax christi Südhessen
