pax christi-Basisgruppe Frankfurt

Welche Themen beschäftigen die Frankfurter Gruppe?

Aktuelle friedenspolitische Anliegen, Probleme, Themen greifen wir auf, tauschen uns aus und beteiligen uns - auch in Zusammenarbeit mit anderen Initiativen - an Aktionen, Unterschriftensammlungen, Leser*innenbriefen bzw. Protestschreiben. Zivile Konfliktbearbeitung und -Prävention ist uns wichtig, ebenso Gewaltfreie Kommunikation; wir versuchen sie „zu trainieren“. - Auch an Gottesdienstvorbereitungen beteiligen wir uns.

Wieviele Leute gehören zur Frankfurter Gruppe und wann und wo ist der Treffpunkt?

Zur Gruppe gehören aktuell 10 Leute. Wir treffen uns einmal im Monat, je nach Festlegung mal dienstags, mal donnerstags um 18 Uhr, haben allerdings seit März unsere Treffen wegen „Corona“ ausgesetzt und halten hauptsächlich über „Mail“ Kontakt. Seit 2017 treffen wir uns im Gemeindehaus von St. Gallus. Wir haben im Laufe der 20 Jahre unseres Gruppenbestehens schon in 8 Frankfurter Gemeinden „Unterschlupf“ gefunden.


Nachruf auf Gertraude Hülsmann

Gertraude Hülsmann, pax christi-Mitglied aus Kronberg ist im Alter von nur 66 Jahren gestorben. Wir sind traurig und schockiert.
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Gertraude Hülsmann hat viel getan und erlebt in ihrem Leben. Von der Einzelhandelskauffrau zur Sozialarbeiterin, zur Gemeindereferentin und Bezugsperson spannt sich der berufliche Bogen. Die letzten Arbeitsjahre war sie in Frankfurt-Griesheim tätig. Kirchlich und sozial engagiert aber war sie seit Jugendjahren, Familienmensch und dann alleinerziehende Mutter, später, im fortgeschrittenen Alter, auch Oblatin bei den Benediktinerinnen von Engelthal. Auch nach ihrem krankheitsbedingten frühen Ruhestand hatte sie noch viele Aufgaben in ihrer Wohngemeinde in Kronberg: Eine anpackende Frau mit viel Gottvertrauen.

Seit 2008 war Gertraude Mitglied bei pax christi, lange schon gehört sie zu unserer Frankfurter pax christi-Gruppe.  Treu und regelmäßig war sie dabei, und es war klar: wenn Gertraude mal nicht kam, dann ging es ihr schlecht, dann quälte sie sich mit ihrer Erkrankung und den nötigen Therapien. Sie hat uns davon erzählt, aber ohne viel Aufhebens um sich selbst zu machen, und so erfahren wir einiges aus ihrem Leben erst jetzt, posthum.

Unbestritten und offensichtlich aber war für uns: Sie war eine starke Frau, eine Kämpferin und sie liebte das Leben. Kreativ und geerdet, mutig und zuverlässig, fromm und frauen-bewegt, all das vereinte sie in ihrer Person.  Manchmal mussten wir genauer hinhören, aber das, was Gertraude mit ihrer heiseren und manchmal brüchigen Stimme sagte, das hatte Gewicht.

Ganz sicher wird sie uns als wundervolle Gastgeberin der Terrassentreffen in Erinnerung bleiben. Regelmäßig im Sommer lud sie uns nämlich auf ihre Terrasse ein, direkt unterhalb der Kronberger Burg. Hier war sie daheim, ein Teil ihrer Familie lebte im Haus und in der direkten Nachbarschaft.

Was ihr wichtig war, das hat sie angepackt. Obwohl es ihr gesundheitlich nicht gut ging, wollte sie dieses Frühjahr ihre Wohnung noch renovieren, schön wollte sie es haben. Die Wohnung wurde nicht mehr fertig, Gertraude hatte keine Zeit mehr, sie zu genießen. In der Nacht vom 11. zum 12. Mai ist sie gestorben. In den Jahren ihrer Krankheit hatte sich Gertraude mit dem Sterben auseinandergesetzt, für ihre Trauerfeier hat sie die Bibelstelle aus dem Johannesevangelium ausgesucht, in der Martha Jesus entgegen geht, kurz nach dem Tod ihres Bruders Lazarus (Joh 11,17-27). Gertraude hat wohl viel mit dieser anpackenden und zugleich tief gläubigen Martha gemein, die da ihre Stimme erhebt!

Wir hätten ihr, ihrer Familie und ihren Freundinnen und Freunden (und uns!) mehr gemeinsame Lebensjahre gewünscht. Jetzt vertrauen wir darauf, dass mit 66 Jahren ihr neues, anderes Leben  beginnt, auf der anderen Seite des Lebens, bei Gott. Er/Sie möge Gertraude zärtlich und barmherzig aufgenommen haben!  Am Donnerstag, den 28. Mai fand eine Auferstehungsmesse und die Beisetzung in Kronberg statt, im zahlenmäßig beschränkten Kreis. Leb wohl, Gertraude!

von Andrea Maschke und Margret Koschel

Kontakt

Margret Koschel,
Tel.: 0 61 71 7 19 76,
E-Mail: margretkoschel@web.de

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