10.07.2019

Kirchlicher Aktionstag am Fliegerhorst Büchel

Zum bundesweiten kirchlichen Aktionstag am Fliegerhorst Büchel in der Eifel kamen rund 1000 Friedensbewegte. Auch pax christi Rhein-Main war mit dabei.

„Es gibt keinen „gerechten“ Krieg, nur gerechten Frieden. Und zum Frieden zu rufen ist Aufgabe der Kirchen“, so ruft es Margot Käßmann den Friedensaktivisten zu, die am 7. Juli in großer Zahl an den Fliegerhorst Büchel in die Eifel gekommen sind.  An diesem bundesweiten kirchlichen Aktionstag, der nicht zufällig am Jahrestag der Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags stattfindet, machen die rund 1000 Friedensbewegten ihre Ablehnung von Atomwaffen deutlich und fordern deren Abzug aus Deutschland.
20 Wochen lang sind verschiedene Organisationen und Initiativen mit unterschiedlichen Aktionen am Fliegerhorst Büchel in der Eifel aktiv, dort wo 20 US-amerikanische Atombomben lagern sollen – denn offiziell bestätigt wurden diese Angaben nie. Der kirchliche Aktionstag am 7. Juli zählt dabei sicherlich zu einem der Höhepunkte in dieser Zeit. Mit 13 Reisebussen und weiteren PKW sind die Menschen angereist, um gemeinsam ein Zeichen gegen Atomwaffen zu setzen. Auch pax christi Rhein-Main hat gemeinsam mit dem Zentrum Ökumene der Ev. Kirche Hessen und Nassau einen Bus organisiert.
Nach Grußworten, Reden und Musik am Vormittag folgt ein gemeinsames Mittagessen, zu dem jeder etwas beisteuert und es mit den anderen teilt. Dann schließlich folgt ein ökumenischer Gottesdienst.
In ihrer Predigt kritisiert die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland, Margot Käßmann, dass Deutschland zu einem der größten Rüstungsexporteure weltweit aufgestiegen ist. „Wir können nicht die Kriege dieser Welt beklagen, die Menschen, die aus diesen Kriegen zu uns flüchten abweisen – und gleichzeitig verdient unsere Wirtschaft an genau diesen Kriegen!“, findet sie deutliche Worte. „Ganz klar ist doch heute, dass zivile Mittel immer Vorrang haben müssen vor militärischen“, so Käßmann weiter. Zum Abschluss ihrer Predigt gibt sie ihren Zuhörer*innen ermutigende Worte mit auf den Weg: „Im Friedenspark von Hiroshima gibt es eine Flamme, der erst erlöschen soll, wenn die letzte Atombombe vernichtet worden ist. Ich bleibe bei der Hoffnung, dass diese Flamme eines Tages erlischt.“
Bevor der Aktionstag zu Ende geht, zeigt eine vorbereitete Aktion sehr deutlich, was mit den Atomwaffen gestehen sollte: 20 aufblasbaren Bombenattrappen wird zu dramatischer Musik die Luft abgelassen und sie landen in der Mülltonne. Besser lässt sich die Forderung nach Abzug der Bomben und der Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags durch Deutschland nicht veranschaulichen.

Ein Video vom Aktionstag in Büchel finden Sie hier.


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