04.11.2019

Andreas Zumach und Politiker*innen diskutieren Ende des INF-Vertrags

An fünf Veranstaltungsorten diskutierte Andreas Zumach mit verschiedenen Vertreter*innen der Bundes- und Landespolitik die Frage "Wie weiter nach dem Ende des INF-Vertrags? Droht ein neues atomares Wettrüsten?".

Fünf sehr interessante Veranstaltungen in Lahnstein, Ingelheim, Montabaur, Worms und Idstein beschäftigten sich mit der Frage "Wie weiter nach dem Ende des INF-Vertrags? Droht ein neues atomares Wettrüsten?".

Dazu gab Andreas Zumach, langjähriger UN-Korrespondent in Genf, jeweils einen informativen Einstiegsvortrag. Vor allem erläuterte er Details zur Entstehung, Entwicklung und Relevanz des INF-Vertrages, dem Vertrag zwischen USA und Russland über das Verbot von atomaren Kurz- und Mittelstreckenraketen.

Sehr anschaulich ging er auf damalige und heutige politische Debatten ein und legte dar, wie er den Austritt der USA und Russlands interpretiert. Besonders die Hintergründe zu Abläufen in der Zeit vor der Vertragsunterzeichunug sowie zu den gegenseitigen Vorwürfen des Vertragsbruchs machten den Vortrag äußerst spannend und informativ. Darüber hinaus betonte Andreas Zumach immer wieder die wichtige Rolle, die die Friedensbewegungen für die Unterzeichung dieses historischen Vertrags einnahmen.

Nachdem die jeweiligen Gesprächspartner*innen ebenfalls in einem kurzen Vortrag ihre Perspektive auf die Problematik schilderten, wurden anschließend bei jeder Veranstaltung mit dem Publikum die vielfältigen Fragen diskutiert. Dabei ging es um die Rolle der Friedensbewegung, um die Haltung der Bundesregierung - auch mit Blick auf die in Büchel gelagerten US-Atomwaffen - sowie die Rolle der EU in dem Konflikt zwischen den USA und Russland. Auch wurde immer wieder diskutiert, welche Chancen für einen neuen Vertrag es gäbe, der eventuell sogar weitere Atommächte wie Indien, Pakistan und Israel mit einbeziehen könnte. Dass eine neue Vertragsunterzeichung mit den aktuellen Präsidenten Trump und Putin nicht besonders leicht werden dürfte, darüber bestand leider Einigkeit.

 

 


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