02.02.2021

Montabaur: Offene Kirche zum Shoahgedenktag

Zum Jahrestag der Befreiung von Ausschwitz wurde in Montabaur dieses Jahr in einer offenen Kirche den Opfern der Shoah gedacht. Hier finden Sie einen Bericht des Gedenktages.

Offene Kirche zum Shoahgedenken 2021

Seit 1998 findet in Montabaur am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz eine Gedenkveranstaltung statt, deren Besuch in Erinnerung an die jüdischen Bürger*innen der Stadt vielen Bewohner*innen ein Anliegen ist. Für den Vorbereitungskreis aus der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde sowie pax christi stand fest: Auch in diesem Jahr wollen wir trotz aller coronabedingten Probleme eine Form finden, der Ermordeten zu gedenken. So war jede*r, der/die wollte, den ganzen Tag über zum Besuch der Kirche St. Peter in Ketten eingeladen. Hier brannte für jedes der 24 jüdischen Mordopfer, eingebettet in eine Klagemauer aus Ziegelsteinen, ein Licht vor dem Altar. Bilder waren aufgestellt und ausgehängt. Auf den Bänken lagen kurze Lebensbeschreibungen. Ein Gebetszettel zur persönlichen Einkehr listete ebenfalls die 24 Namen auf. Auch der anderen Opfer des Nationalsozialismus wurde gedacht: der Sinti und Roma, der Menschen mit Behinderungen, der Schwulen und Lesben, der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, der Kriegsgefangenen, der politisch Verfolgten, der Widerständler und der sogenannten „Asozialen“. Auf der Kommunionbank konnte jede*r ein eigenes Licht aufstellen. Diese Möglichkeit wurde von vielen Besucher*innen der Kirche wahrgenommen.


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