14.07.2021

Mitgliederversammlung in Hofheim

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung am 9./10. Juli haben wir uns unter anderem damit beschäftigt, wie wir in Zukunft geschwisterlich zusammenleben wollen, und wie wir uns weiterhin für eine menschenrechtsbasierte Asyl- und Migrationspolitik einsetzen können. Hier geht es zur Pressemitteilung mit Bericht.
Foto: Kerstin Meinhardt

Mitgliederversammlung von pax christi Rhein-Main beschließt Arbeitsschwerpunkt „Asyl- und Migrationspolitik“


Die Mitgliederversammlung von pax christi Rhein-Main hat am Samstag, den 10. Juli 2021 in Hofheim am Taunus einstimmig beschlossen, sich als Regionalverband nach Ende der Kampagne „Menschenrecht statt Moria“ im Oktober auch weiterhin intensiv für eine menschenrechtskonforme Asyl- und Migrationspolitik einzusetzen. Mit der Kampagne „Menschenrecht statt Moria“ fordert pax christi gemeinsam mit anderen Organisationen die Bundesregierung auf, schnellstmöglich die Evakuierung der Flüchtlingslager an den EU-Außengrenzen voranzutreiben und die illegale Praktik der Pushbacks an den Grenzen sofort zu been-den. Im Rahmen der Kampagne finden zahlreiche Gespräche mit Bundestagsabgeordneten sowie Infor-mations- und Qualifizierungsveranstaltungen statt.


„Seit Beginn der Kampagne konnten wir zwar erfolgreich auf die unmenschliche Situation der Geflüchteten an den EU-Außengrenzen aufmerksam machen. Da die Bundesregierung und weitere europäische Staaten aber nach wie vor blockieren, hat sich die Situation leider nicht verbessert. Deshalb bleiben wir von pax christi Rhein-Main auch in Zukunft an diesem Thema dran“, so Christoph Krauß, Vorstandsmitglied des pax christi-Regionalverbands Limburg-Mainz.


Der Beschluss zur Schwerpunktsetzung in diesem Bereich ist auch eine logische Konsequenz des Stu-dienteils am Freitagabend, dem 9. Juli. Gemeinsam mit Pfarrer Thomas Schmidt haben sich die rund 30 Teilnehmenden mit der Frage beschäftigt „Wie wollen wir in Zukunft geschwisterlich zusammenleben?“, die sich an der Enzyklika „Fratelli tutti“ von Papst Franziskus orientierte. Dabei stand im Mittelpunkt die Frage, wie die Vision des geschwisterlichen Zusammenlebens aller auf diesem Globus konkret umgesetzt werden kann – auch innerhalb der eigenen Organisation und der eigenen Kirche. Klar wurde: Wir wissen viel darüber, wie ein geschwisterliches Leben aussehen könnte, jetzt müssen wir uns an die Umsetzung machen.
Am Samstagvormittag wurden die Themen „universelle Geschwisterlichkeit in der Praxis“ und „Asyl- und Migrationspolitik als neuer Schwerpunkt“ in Arbeitsgruppen weiter vertieft. Sowohl in den Arbeitsgrup-pen als auch in den Berichten der verschiedenen Basis- und Projektgruppen wurde deutlich, wie aktiv sich pax christi Rhein-Main – auch während der Coronapandemie – auf verschiedenen Ebenen für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einsetzt, und dabei enge Netzwerke mit vielseitigen Part-ner:innen knüpft. Dies zeigt sich auch anhand der zahlreichen öffentlichen Bildungsveranstaltungen, die im gesamten Gebiet des Regionalverbands stattfinden.


Um die politische Arbeit auch weiterhin nach außen und nach innen mit spirituellen Anregungen zu ver-vollständigen, wurde mit Christian Enke aus Wetzlar ein neuer geistlicher Beirat in den Vorstand des Re-gionalverbands gewählt. Er wird in Zukunft neben Michael Baunacke aus Mainz die geistlichen Angebote von pax christi Rhein-Main prägen. Sein Vorgänger Peter Hofacker wurde mit viel Dank aus dem Vorstand verabschiedet.


Die zweite Mitgliederversammlung unter Coronabedingungen im Exerzitienhaus in Hofheim zeigte erneut, wie viel Kraft und Kreativität in der menschlichen Begegnung und dem direkten Austausch stecken. Für die Möglichkeit, auch in diesem Jahr unter Coronabedingungen draußen unter alten Bäumen zu tagen, danken wir dem Exerzitienhaus der Franziskaner ganz herzlich.

Den vollständigen Bericht finden Sie in dieser Pressemitteilung.


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