Aktion 2022

Wanderfriedenskerze: Aktion 2022

Späte Einschläge – Folgen von Krieg für Körper und Seele

Bilder und Berichte von Krieg und Zerstörungen in der Ukraine bestimmen seit Monaten unsere Nachrichten. Deutlich wird: Gewalt hat Folgen. Zerstörte Gebäude oder frische Gräber erkennt man sofort. »Blindgänger« und Landminen hingegen liegen verborgen in der Erde, bleiben gefährlich – auf unabsehbare Zeit.

Späte Einschläge des Krieges sind für Menschen auch die inneren, unsichtbaren Wunden (griechisch: Traumata). Diese seelischen Verletzungen betreffen Opfer und Täter:innen. Selbst Helfer:innen können traumatische Belastungen mit sich tragen. Leiderfahrungen werden oft erst einmal verdrängt, kommen dann unkontrolliert wieder hervor und können nach Jahren neues Leid und neue Gewalt verursachen. Diese Erfahrung machen auch alte Menschen hier in Deutschland, die als Kinder den Zweiten Weltkrieg miterlebt haben. Angesichts der Berichte aus dem Krieg Russlands gegen die Ukraine drängen Kriegserfahrungen wieder ins Bewusstsein und ängstigen noch heute.

In vielen Teilen der Welt, etwa in Laos, aber auch in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens, müssen noch lange nach Ende der Kriege, Minen aus dem Boden entfernt werden um solche späten Einschläge zu verhindern. Für traumatisierte Menschen jedoch wächst Frieden erst da, wo ihre inneren Wunden wahrgenommen werden und der Weg zu Heilung beginnen kann. Traumasensible Friedensarbeit unterstützt sie dabei.

Mit der diesjährigen Ökumenischen Aktion Wanderfriedenskerze beten wir für Menschen, die unter den »späten Einschlägen« von Kriegen leiden. Wir beten im Vertrauen auf Jesus Christus, der in aller Verwundbarkeit Gewalt und Tod nicht das letzte Wort gelassen hat.

Die Aktion Wanderfriedenskerze findet seit 2001 statt. ►Informationen zur Geschichte

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