Fotos ©Rüdiger Grölz
Am Abend des 20. Mai füllte sich der Saal der St. Antonius Gemeinde in Rödelheim langsam, bis zunächst Stühle nachgestellt werden mussten, und am Ende sogar bis gar keine Stühle mehr vorhanden waren.
Zum ersten Mal waren die Musikerinnen Diane Kaplan und Meera Eilabuni zu Gast bei pax christi in Frankfurt, über 150 Zuhörer:innen versammelten sich zum Konzert am Mittwochabend. „I hear your voice, you hear mine. We don’t sound the same I sing high, you sing low. We are not the same. But when the rain falls down, it rains the same on everyone. We’ll fing our sanity in our shared humanity. Peace come.“ (Liedtext, geschrieben von Diane Kaplan) „Ich höre deine Stimme, und du hörst meine. Wir klingen nicht genau gleich. Ich singe hoch und du tief. Wir sind nicht gleich. Aber wenn der Regen auf uns fällt, dann regnet es für alle auf dieselbe Weise. Den gesunden Verstand werden wir in unserer geteilten Menschlichkeit finden. Friede, komm.“ (freie Übersetzung)
Die Musikerinnen luden ein, die einfachen, klaren, mehrstimmig gesungenen Lieder mitzusingen. Gesungen wurde auf Arabisch, Hebräisch, Englisch und Deutsch und das Publikum stimmte schnell ein. Die Musik wechselte sich ab mit kurzen Erzählungen aus den Leben und aus der Freundschaft von Meera und Diane, zwei ungleichen Frauen - die eine Palästinenserin mit israelischer Staatsangehörigkeit, die andere eine in die USA emigrierte Israelin - die sich vor Jahren durch das gemeinsame Singen in einer Friedensinitiative in Israel kennenlernten und seitdem, herausgefordert durch auf viele Weisen gewaltsam ausgetragene Konflikte in Palästina, Israel und der Region, immer wieder ihre Hoffnung auf Frieden neu austarieren und ihr Ausdruck verleihen.
Aus diesem Ringen um Frieden sind die Lieder inspiriert und trugen sowohl Schmerz als auch tiefe Verbundenheit in den Raum. Unterstützt von der Bitte, den Applaus bis zum Ende aufzuheben entstand eine konzentriert-getragene Stimmung, die sich am Ende in viel Beifall auflöste. An dem Abend konnten über 1300 Euro Spenden für die Organisationen „Women wage Peace“ und „Women of the Sun“ gesammelt werden, in denen sich die Musikerinnen engagieren.
Wir bedanken uns herzlich bei Meera Eilabouni, Diane Kaplan und Anju Rees, ihrer Tourbegleiterin, bei allen, die zu dem Abend gekommen sind, bei den Helfer:innen, die für den Saal und die Getränke sorgten; für den Beitrag über den Briefverkehr mit Abu Subaida, der eines der Lieder inspirierte; und wir bedanken uns bei allen, die uns finanziell geholfen haben, das Konzert zu ermöglichen: der KEB Hochtaunus und KEB Frankfurt, dem Referat Weltkirche Limburg, der Akademie Haus am Dom Frankfurt, der Ev. Französisch Reformierten Gemeinde Frankfurt, der Gesellschaft für christliche-jüdische Zusammenarbeit Main-Taunus, der Deutsch-Ausländische Gemeinschaft Schwalbach e. V. und dem Zentrum Ökumene der EKHN und EKKW.

