Fotos: ©Rüdiger Grölz und DiCV
Unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ ist am Sonntag das Kreuzfest 2026 in Limburg mit dem Familientag zu Ende gegangen. Neben Begegnung und Gemeinschaft bot das Fest auch Raum für aktuelle gesellschaftspolitische Fragen.
Einen deutlichen Akzent setzte pax christi Rhein-Main auf der Bistumsmeile im Bischofsgarten. Im öffentlichen Gespräch mit Co-Vorsitzendem Thomas Meinhardt, diskutierte Andreas Püttmann die Rolle der Kirchen im Umgang mit völkischen Ideologien und Nationalismen, und ordnete auch die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt inhaltlich ein. Das gesamte Interview wird zeitnah im pax christi Podcast veröffentlicht.
Mit Friedensreferentin Aїda Roumer sprach Dr. Karl Weber vom Caritasverband für die Diözese Limburg über eine verantwortungsvolle Migrationspolitik. Im Mittelpunkt müsse dabei stets der einzelne Mensch mit seiner unveräußerlichen Würde stehen, betonte Weber.
Besonders beim Familiennachzug brauche es menschenrechtskonforme Lösungen. Eltern und Kinder dürften nicht über Jahre hinweg voneinander getrennt bleiben. Damit rückte pax christi eine Frage in den Fokus, die politische Entscheidungen unmittelbar mit den Lebensrealitäten betroffener Familien verbindet.
Die Bistumsmeile zeigte zugleich, wie vielfältig das Engagement im Bistum Limburg ist. Auch am Stand nebenan bei Caritas kamen große und kleine Gäste miteinander ins Gespräch, beteiligten sich an Mitmachangeboten und informierten sich über die Caritas-Gemeinschaftsstiftung im Bistum Limburg.
Das Kreuzfest machte damit deutlich: Gesellschaftlicher Zusammenhalt lebt nicht allein vom gemeinsamen Feiern, sondern auch von der Bereitschaft, kontroverse Fragen aufzugreifen, einander zuzuhören und für Menschenwürde und Solidarität einzutreten.
Dank gilt allen, die das Kreuzfest im Bistum Limburg mitgestaltet und Räume für Begegnung, Dialog und gesellschaftliche Verantwortung geschaffen haben.






