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Die „Wanderfriedenskerze“ in der Stadt Offenbach

Bericht aus Offenbach als ein Beispiel für die insgesamt 195 Aktionen, bei denen eine Wanderfriedenskerze 2015 leuchtete

Die pax christi Gruppe hatte es auch in diesem Jahr übernommen, die Aktion „Wanderfriedenskerze“ in Offenbach in der Friedensdekade zu organisieren. Auf eine Anfrage hin meldeten sich zwei evangelische Gemeinden, zwei katholische Gemeinden und die Alt-katholische Gemeinde verbindlich an. Damit waren es  in diesem Jahr weniger als im vorigen Jahr. Personelle und organisatorische Probleme waren der Grund. Ein großes Interesse an der Aktion bestand bei der Marienschule und der Käthe-Kollwitz-Berufsschule.

Eine Schülerin aus der Ukraine sagte zur Symboldeutung des Kerzenlichtes: „ In der Dunkelheit herrscht die Angst. Das Kerzenlicht dagegen ist das Symbol der Hoffnung, Menschen zünden Kerzen an, versammeln sich, verbreiten Hoffnung und vertreiben die Angst!“

Den Anfang in der  Friedensdekade, am 7.11. und 8.11. machte die Italienische Gemeinde und die Katholische Gemeinde St. Paul, deren Gemeindegottesdienst die pax christi Gruppe zu dem diesjährigen Thema gestaltete. In der Einführung heißt es „In jedem Jahr steht die Aktion unter einem anderen Thema. In diesem Jahr lautet es „Sie werden sicher wohnen“. Es ist den Flüchtlingen weltweit gewidmet. Wann wird dieses prophetische Wort von Micha Wirklichkeit werden? Wenn alle Kriege aufhören, alle Schwerter zu Pflugscharen geschmiedet sind, wenn alle Menschen ohne Hunger leben können. Erst dann muss keiner mehr aus seiner Heimat fliehen und kann in Sicherheit leben. Die „Wanderfriedenskerze“ will uns ermutigen, uns verstärkt für Frieden in Gerechtigkeit einzusetzen.“

Zum Ende der Friedensdekade, am Buß- und Bettag feierte die Gemeinde St. Paul mit der evangelischen Miriam Gemeinde in der Lutherkirche mit der Wanderfriedenskerze einen ökumenischen Gottesdienst.