Ein Anruf bei Pfarrer Peter Hofacker, Westerburg (49), Geistlicher Beirat beim pax-christi-Diözesanverband Limburg. Er plädiert für eine Kooperation der katholischen Friedensbewegung im Rhein-Main-Gebiet.
Frage: Die pax-christi-Diözesanverbände Mainz und Limburg wollen enger zusammenarbeiten. Was ist der Grund dafür?
Hofacker: Ausschlaggebend ist die gute Kooperation in vielen friedenspolitischen Aktionen im Rhein-Main-Gebiet. Zum Beispiel arbeiten wir in der Kampagne gegen Rüstungsexporte oder auch für gewaltfreie Konfliktbearbeitung gut zusammen. Da wäre ein gemeinsames Auftreten als katholische Friedensbewegung „Rhein-Main" sehr hilfreich.
Heißt das, dass aus den beiden Verbänden einer werden soll?
Die Frage eines Regionalverbandes wurde schon erörtert, aber nicht als erstes Ziel benannt. Wichtiger ist der inhaltliche und persönliche Weg dorthin. Sinkende Mitgliederzahlen lassen uns auch den Blick werfen auf Zeit- und Ressourcen-Ersparnis bei unseren ehrenamtlich Engagierten. Vieles müsste in einer engeren Zusammenarbeit oder einem Regionalverband nicht mehr doppelt erledigt werden.
Welche Vorteile bringt die künftige Zusammenarbeit?
Vor allem erhoffen wir uns eine bessere Wahrnehmung des Friedensgedankens in der Gesellschaft, aber auch in den Bistümern und Pfarreien. Die Bündelung der vorhandenen Kräfte und die einfachere gegenseitige Bereicherung mit Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten ist für diese Region angesagt. Auch erhoffen wir uns eine Initialzündung für andere Regionen, wie etwa das Bistumsdreieck Wetzlar - Gießen - Marburg. Dort werden die Bistumsgrenzen bislang als hinderlich empfunden.
Bringt eine engere Verzahnung auch Nachteile mit sich?
Vor allem gibt es natürlich die Angst vor größeren, unpersönlichen Strukturen. Da die Basis- und Projektgruppen jedoch sehr eigenständig arbeiten, ist der Kontakt zu ihnen eher eine Frage der inhaltlichen Notwendigkeit als der erweiterten Struktur. Vor allem aber suchen wir neue Unterstützerinnen und Unterstützer für die wichtige Friedensarbeit!
Fragen: Heike Kaiser, <link http: www.kirchenzeitung.de external-link-new-window external link in new>Kirchenzeitung
