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Mainzer Pax Christi-Vorstand zum Brandanschlag in Bingen-Sponsheim

In der Nacht zum 7. April  wurde ein Brandanschlag auf ein Hotel in Bingen-Sponsheim verübt. Dabei wurden sechs Menschen verletzt. Dieses Hotel  wurde genutzt als Herberge für Flüchtlinge sowie für Wanderarbeiter aus Ländern der EU.  

Nach ersten Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Wände des Hotels mit Hakenkreuzen beschmiert wurden. Eine erhebliche Mittäterschaft durch Personen mit rechtsextremen Gedanken muss angenommen werden.

Der Diözesanverband von Pax Christi im Bistum Mainz verabscheut diese Tat. Für die Opfer muss es eine furchtbare Erfahrung bedeuten, das eigene Leben bedroht zu wissen.

Die Binger Bürgerinnen und Bürger müssen zur Kenntnis nehmen,  dass gastfreundschaftliche Erfahrungen durch aggressive Feindseligkeit und existentielle Bedrohung zu verblassen drohen.

Pax Christi wird sich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass rechtsextremes Gedankengut bei uns keinen Nährboden mehr findet.

Wir wollen weiterhin dazu beitragen, allen Menschen eine angstfreie und gerechte Zukunft in unserem Land zu ermöglichen.

Pax Christi im Bistum Mainz fordert alle Menschen zu höchstem zivilbürgerlichen Engagement auf, derartige Übergriffe zu verhindern und alles daran zu setzen, Demokratie, Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität Raum zu verschaffen.

Mit Pax Christi International bekräftigt Pax Christi im Bistum Mainz seine „Entschlossenheit, Opfer von Terror und Gewalt zu begleiten, gerechte Bedingungen für Frieden zu unterstützen und eine menschliche Gesellschaft zu fördern, die soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und menschliche Sicherheit umfasst.“

 

Mainz, den 8. April 2016

i. A. des Diözesanvorstandes

Josef Kolbeck

Pax Christi e. V.
Diözesanverband Mainz
Postfach 1560
55005 Mainz